Antike Kachelöfen von Holtebrinck schlagen deutlich die Norm

Seit 1. Januar 2015 gilt die Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) in noch strengerer Form: Neu aufgebaute Kachelöfen dürfen höchstens noch 1,25g CO pro m³ und 0,040g Feinstaub pro m³ ausscheiden. Für Theo Holtebrinck war das kein Grund zur Panik, war er doch felsenfest davon überzeugt, dass die in Jahrhunderten entwickelte Heiztechnik seiner Grundöfen diese Grenzwerte einhalten.
 
Überzeugungen alleine helfen im harten Wettbewerb aber nur wenig und so stellte Theo Holtebrinck im Februar 2016 einen seiner Öfen auf den Prüfstand der traditionell kritischen Kaminkehrerinnung. Wobei es angesichts der speziellen Materie so war, dass der Prüfer Herr Herbert Wazula, seines Zeichens Technischer Innungswart der Kaminkehrerinnung Niederbayern und sein mobiles Prüfgerät gemeinsam zum antiken Kachelofen nach Bad Heilbrunn reisten.
 
Wie Theo Holtebrinck nach der Prüfung dann gestand, litt er schon immer ein wenig unter Prüfungsangst und war – Überzeugungen hin oder her – dann doch während der Prüfung ein wenig nervös. Ganz anders dagegen der 100 Jahre alte, ruhig vor sich hinheizende, antike estnische Kachelofen, der den Test des Technischen Innungswartes der Kaminkehrerinnung mit Bravour bestand.
 
Der in der Ausstellung in Bad Heilbrunn aufgebaute Grundofen schaffte mit 1,072 g/m³ CO und 0,026 g/m³ Feinstaub ohne Probleme die Norm und – nicht nur das – die gemessenen Werte lagen um fast 15% (CO), bzw. sogar mehr als 30% (Feinstaub) unterhalb der zulässigen Werte.
 
Für Theo Holtebrinck und seine antiken Kachelöfen war damit ein interessanter Tag sehr erfolgreich zu Ende gegangen. Seine gehegte Überzeugung, dass seine, in traditioneller Technik aufgebauten, antiken Kachelöfen neueste technische Normen erfüllen, kann er nun auch mit hieb- und stichfesten Messergebnissen stützen. Und einen kleinen Seitenhieb auf die Großen im Lande erlaubte er sich am Abend dann doch noch: »Ich verspreche es: Wir schaffen das auch im realen Betrieb ohne Manipulationen an der Software des Ofens«.